Unser attraktives Heimatmuseum

Eine Gruppe von Idealisten begann 2004 mit dem Sammeln und Forschen. Durch die Unterstützung der Marktgemeinde, wurde das Museum in der Bettfedernfabrik eingerichtet. Unser Hauptschwerpunkt liegt in der (Er-) Forschung der Malerin Broncia Koller. Der Museumsleiter Anton Pribila selbst wurde 1942 im Haus Koller geboren und daher das besondere Interesse und die Hingabe für die Geschichte dieser Familie.

ÖFFNUNGSZEITEN: Mittwoch 16:00 bis 19:00 Uhr

Ansprechpartner: Anton Pribila, Tel. 0699/120 64 108

E-mail : a.pribila.museum@gmx.at oder: Bürgerservice Gemeinde Oberwaltersdorf

Sonderausstellung

– Der Maler Fritz Sobotka
– Broncia Koller – Extra Ausstellung ihrer Werke „Im Haus der Koller zu Oberwaltersdorf“

Broncia Koller-Pinell 1863 – 1934

1863   geboren am 23. Februar in Sanok/Galizien
1870   Übersiedlung mit ihren Eltern Saul und Klara Pineles nach Wien und danach Oberwaltersdorf
1881   Erster Maluntericht beim Bildhauer Josef Raab, anschließend beim Maler Alois Delug
1885   Malunterricht bei Ludwig Herterich in München
1890  Rückkehr nach Wien
1896  Heirat mit Dr. Phil et Med. Hugo Koller (1867 – 1948)
Gemeinsame* Übersiedlung nach Hallein, bzw. nach Nürnberg. Der Ehe entspringen zwei Kinder, Rupert (1896 – 1976) und Silvia (1898 – 1966)
1902   Rückkehr nach Wien. Intensive Hinwendung zum Secessionismus. Enger Künstlerischer und gesellschafftlicher Kontakt mit Gustav Klimt, Architekt Josef Hoffmann, Kolo Moser, Adolf Böhm und vielen anderen, auch darstellenden Künstlern.
1911   Gemeinsam mit Heinrich Schröder Einzelausstellung in der Galerie Miethke
1912   Umbau der Fabrik ihres Vaters in ein Gut zu Oberwaltersdorf
1916   Enger Kontakt mit Egon Schiele
1918   Fruchtbarer Austausch mit einer neuen Künstlergeneration, insbesondere mit Anton Faistauer, Albert Paris Gütersloh und Franz Zülow
1921   Orientierung an Carl Hofer und Auseiandersetzung mit neusachlichen Tendenzen in Deutschland
1934   Tod am 24. April 1934

Koller-Pinell gehört zu Beginn des 20. Jahrhunderts ganz zum engen Kreis um Gustav Klimt. Sie gilt zudem als Förderin von Egon Schiele. Im Gegensatz zu der exakten und durchkonstruierten Gestaltung in den Werken vieler Secessionisten, überzeugt in ihren Bildern das spontane Wesen freier Eigenwilligkeit.

Haus Koller

1793   verkaufte die Herrschaft die Getreidemühle an Müllermeister Paradeiser
1825   Umwandlung in eine Papiermühle
1882    Kauf durch den jüdischen Baumeister Saul Pineles. Erzeugung von schweren Textilien, besonders Pferdedecken (Kotzen)
1898    Installierung eines Elektrizitätswerk durch seinen Schwiegersohn Dr. Hugo Koller
1903   Nach dem Tod von Saul Pineles erwarben die Kollers die Fabrik. Der Betrieb wurde stillgelegt, das E- Werk wurde zur Haupterwerbsquelle der Familie.
1912   Umbau der Fabrik durch den Freund der Familie Architekt Josef Hoffmann, nach den Wünschen der Kollers. Der Kunstgewerbler Kolo Moser schafft die in ihrer Klarheit einzigartige Jugendstileinrichtung. Das Haus der Kollers wird zu einem Zentrum der Wiener Gesellschaft. In Oberwaltersdorf treffen sich Gustav Klimt, Josef Hoffmann, Egon Schiele u.v.a.

Er zählt zu den besonderen Eigenarten des Lebens, dass derartige Kostbarkeiten nur allzu oft schon in der zweiten Generation wieder zerfallen. Der Sohn Rupert, der in seinem Leben keine glückliche Hand hatte, verkaufte nach dem Tod des Vaters 1948, langsam und systematisch Stück für Stück aus diesem kostbaren Haus. Heute befindet sich das Anwesen in Privatbesitz.

Oskar Helmer

16. November 1887 in Gattendorf (Burgenland)  † 13. Februar 1963 in Wien) war österreichischer Politiker, Schriftsteller und Journalist. Er zählte zu den führenden politischen Persönlichkeiten der österreichischen Nachkriegszeit.

Der Schriftsteller Oskar Helmer begann im Jahr 1910 für die Medien Wiener Volkstribüne und Gleichheit zu schreiben. In den Jahren 1920 und 1921 ist Helmer als Mitglied der Verwaltungskommission engagiert, um eine Integration des Burgenlandes zu erreichen. Von 1921 bis 1934 sowie 1945 ist er Mitglied der Landesregierung von Niederösterreich.

1934 wurde Helmer inhaftiert. Von 1935 an war er bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs für eine Versicherungsgesellschaft tätig.

Zusammen mit Leopold Figl erneuerte Helmer nach Kriegsende im Jahr 1945 die niederösterreichische Landesverwaltung. Im selben Jahr wurde er Unterstaatssekretär in der Regierung unter Bundeskanzler Karl Renner. Der Anhänger einer großen Koalition war von 1945 bis 1959 Innenminister. In diesem Amt musste er sich politisch immer wieder gegen die Besatzungsmächte durchsetzten. Während seiner Zeit als Innenminister war Helmer auch Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat.

Nach seinem Ausscheiden aus den beiden politischen Ämtern wurde er Präsident der Länderbank.

1963 verstorben. Beisetzung in einem Ehrengrab in seiner Heimatgemeinde Oberwaltersdorf.

Ältestes Weinfass der Welt entdeckt!

Schon die Römer genossen in Oberwaltersdorf den köstlichen Traubensaft. In Oberwaltersdorf gibt es seit Herbst 2009 Ausgrabungen am Areal des neuen Sportplatzes hinter der Sicherheitszentrale. Die jüngsten Ausgrabungen bestätigen, dass bereits vor vielen Jahrhunderten in Oberwaltersdorf Wein getrunken wurde.

Die ursprünglich kleineren Funde wie: Tonscherben, Münzen, Spangen, etc. wurden sehr rasch um mehrere Brunnen, Grundrisse von Hütten, Reste von Brennöffen und die wahrscheinlich ältesten gut erhaltenen Reste von Weinfässer in Österreich erweitert. Die Weinfässer wurden in der Römerzeit ausrangiert und zur Befestigung der Brunnen verwendet. Die Brennöfen, die zur Metallerzeugung dienten, waren um die Brunnen angeordnet.

Die Ausgrabungsleiterin Dr. Dorothea Talaa vermutet, dass es sich hier um eine militärische Anlage gehandelt hat. Insgesamt wurden mehrere tausend Fundstücke eingesammelt, die gereinigt, zusammengestellt und konserviert werden müssen. Oberwaltersdorf scheint zu Römerzeiten ein bedeutsames Zentrum gewesen zu sein. Die Funde sind eine große Bereicherung für Oberwaltersdorf und unser Heimatmuseum. Leider muss Oberwaltersdorf die Kosten für Ausgrabung, Reinigung und Konservierung der Funde selbst tragen. Förderungen hätte es nur gegeben, wenn die Marktgemeinde bereits Mitte 2008, also zeitgerecht vor den Grabungen, um Unterstützung angesucht hätte